Last updated: 29. March 2021

Bei der Kunst der Aquarellmalerei können Sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Der Umgang mit Aquarellfarben ist im Vergleich zu anderen Farben besonders freundlich für Einsteiger. Lernen Sie verschiedene Produkte aus dem Bereich kennen. Wir haben uns Test und Vergleich hier näher angesehen. Erfahren Sie mehr zu den Ergebnissen unserer Recherchen.

Was ist Aquarellfarbe und wie funktioniert sie?

Aquarellfarbe wird primär in Verbindung mit Wasser benutzt, um Bilder zu malen. Diese Bilder werden dann Aquarelle genannt. Die feinen Pigmente sind dabei in einem oder mehreren Bindemitteln gebunden und können in Kombination mit Wasser zur gewünschten Deckkraft gemischt werden.

Bei dem auftragen auf Papier schimmert das Weiß des Papiers durch die Farbe durch. Es findet also ein lasierender und transparenter Effekt statt. Dadurch ist es möglich unterschiedliche Farbtöne übereinander aufzutragen, um interessante Effekte zu kreieren.

Eine weiße Aquarellfarbe existiert nicht. Dort können Sie sich einfach am Maluntergrund bedienen und die sogenannte Negativtechnik anwenden.

Aquarellfarbe ist vor allem durch seine Leuchtkraft und Intensität beliebt. Zusätzlich trocknet Aquarellfarbe zügig. Wer beispielsweise mit Ölfarbe malt muss deutlich mehr Geduld mitbringen. Dazu kommt die Anfängerfreundlichkeit der verschiedenen Maltechniken.

Welche Arten von Aquarellfarben gibt es?

Die Farben können in unterschiedlichen Ausführungen erworben werden. Dabei unterscheiden sie sich unter anderem in ihrer Form und in den möglichen Anwendungstechniken. Die verschiedenen Arten lauten wie folgt.

  • Näpfchen
  • Stifte
  • Tuben

Näpfchen

Bei Aquarellfarbe in Näpfchen kann diese nochmals in ganze und halbe Näpfchen aufgeteilt werden. Jeweils ganze und halbe Näpfchen unterliegen einer genormten Größe. Zwei halbe Näpfchen ergeben von der Größe immer ein ganzes Näpfchen. Dies führt dazu, dass Sie die Näpfchen optimal in Ihrem Kasten anordnen können, ohne Platzprobleme zu bekommen. Die Aquarellfarbe in Näpfchen kommt ausschließlich in fester Form.

Die Näpfchen eignen sich optimal für unterwegs und können gut transportiert werden, da sie in der Regel in handlichen und verschließbaren Kästen kommen. Bei der Verwendung ist zudem keine externe Farbpalette notwendig.

Ein weiterer wichtiger Punkt die Näpfchen mit sich bringen ist die theoretisch unbegrenzte Haltbarkeit. Der Farbkasten, in dem die Näpfchen kommen lässt sich verschließen und schützt die Farben so vor Umwelteinflüssen.

Das Material der Kästen, in denen die Näpfchen kommen unterscheidet sich oftmals. In der Regel existieren Kästen aus Metall, Kästen aus Kunststoff und selten auch Kästen aus Holz. Metallkästen überzeugen durch ihre Stabilität sind jedoch auf der schwereren Seite. Plastikkästen sind leicht und werden oftmals als Ersatzkästen benutzt. Jeweils Metall- und Kunststoffkästen eignen sich sehr gut für unterwegs. Holzkästen sind besonders edel, sind aber nicht sonderlich für unterwegs geeignet.

Die Auswahl von vielen verschiedenen Farben lässt der Kreativität keine Grenzen offen (Quelle: Kuper / Unsplash)

Stifte

Wenn Sie den unbeschwertesten und einfachsten Weg beschreiten wollen, um mit der Aquarellmalerei anzufangen können Sie mit Aquarellstiften nichts falsch machen. Die für Aquarelle übliche Erscheinung bzw. Optik kann auch durch den Einsatz von Stiften erreicht werden.

Bei der Verwendung unterscheiden sie sich sehr von Buntstiften. Die Mine ist im Vergleich sehr Weich. Bei dem Einsatz von Wasser entsteht dann der typische Aquarell look. Viele Maler nutzen die Stifte als ergänzendes Beiwerk zu ihrer anderen Farbpalette.

Aquarellstifte sind höchst praktikabel und lange haltbar. Wie es für Stifte so üblich ist, können Sie diese auch ganz leicht mitnehmen und für Unterwegs nutzen. Mit den Stiften sind einige Maltechniken möglich, die eher nicht mit Pinseln erreicht werden können. Deshalb sind die Stifte für ein breiteres Spektrum von Techniken essenziell.

Tuben

Bei der Acryl- und Ölmalerei sind Farben in Tuben völlig normal, so auch bei der Aquarellmalerei. Wenn sie schon Erfahrungen mit diesen beiden anderen Arten der Malerei mit Farben in Tuben gesammelt haben, fühlen sie sich auch bei der Aquarellmalerei aufgehoben.

Der Herstellungsprozess bei der Farbe für Tuben unterscheidet sich nicht sonderlich. Es gibt allerdings einen signifikanten Unterschied bei der Güte der Farben. Sättigung und Beständigkeit können sich deutlich unterscheiden.

Der Unterschied zwischen Aquarellfarbe in Näpfchen und Aquarellfarben in Tuben ist der, dass die Farbe in Tuben einen deutlich höheren Anteil an Feuchtigkeitsmitteln aufweist als die in Näpfchen. Das führt dazu, dass die Farbe weniger schnell trocknet als die feste Farbe in Näpfchen. Arbeit auf größeren Untergründen wird dadurch begünstigt.

Die eher cremige Konsistenz der Aquarellfarbe aus Tuben lässt es außerdem zu mit einer geringen Zugabe von Wasser große Mengen von Farbe zu mischen.

Kaufkriterien im Aquarellfarben Test 2021

Im Folgenden zeigen wir Ihnen die wichtigsten Kaufkriterien für unseren Aquarellfarben Test. Anhand dieser Kriterien können Sie einzelne Produkte besser miteinander vergleichen und somit das beste Aquarellfarben-Produkt für sich finden. Die Kaufkriterien lauten wie folgt.

  • Farbauswahl des Sets
  • Lasur und Deckkraft
  • Lichtbeständigkeit und Lichtechtheit

Farbauswahl des Sets

Wenn Sie sich mit der Farbtheorie auskennen wissen Sie das jede gewünschte Farbe aus den Grundfarben Blau, Gelb und Rot gemischt werden kann. Das große Problem besteht aber darin, dass man fortgeschritten sein muss, um immer wieder konstant die gleiche gewünschte Farbe zu mischen.

Hier ist es wichtig auf die Farbauswahl des Sets zu achten um immer Konstant und bequem mit den gleichen gewünschten Farben zu hantieren. Sie können die Farben nach persönlichen Vorlieben auswählen. Viele Sets kommen mit speziellen Farben wie zum Beispiel besonderen Neon- oder fluoreszierenden Farben. Für Einsteiger sollten schon 8 Farben völlig ausreichen.

Lasur und Deckkraft

Wie deckend und/oder lasierend die Aquarellfarbe ist, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Jedoch lässt sich sagen, dass einer der wichtigsten Punkte dafür die Zusammensetzung der Farbe ist. Die Zusammensetzung lässt sich durch die Menge und die Art der verwendeten Pigmente und Bindemittel bestimmen.

Bei der weit verbreiteten Technik der Lasur Malerei bietet es sich jedoch meistens an auf eine eher transparente, also nicht so stark deckende Farbe zurückzugreifen.

Lichtbeständigkeit und Lichtechtheit

Die Lichtbeständigkeit oder auch die Lichtechtheit gehört zu einem eher objektiven Kriterium. Jedoch besteht hier ein direkter Zusammenhang mit der Qualität der Pigmente. Die Qualität der Pigmente ist jedoch nur ein Teil der Gesamtrezeptur der Farbe die für eine gute oder schlechte Lichtbeständigkeit und Lichtechtheit verantwortlich ist.

Die Gesamtrezeptur besteht bei jeder Aquarellfarbe aus den Pigmenten, dem Bindemittel und Additiven. Insgesamt geht es bei diesem Kriterium um die Langlebigkeit der Farbbrillanz. Diese kann bei einer guten Lichtbeständigkeit und Lichtechtheit noch nach Jahrzehnten sehr gut aussehen.

Nach Vorlage lässt sich meistens am Anfang der Malerei Karriere am besten malen (Quelle: Mozhvilo / Unsplash)

FAQ

In den folgenden Abschnitten beantworten wir Ihnen die wichtigsten Fragen rund um das Thema Aquarellfarben und stellen Ihnen zudem die verschiedenen Anwendungsgebiete vor.

Wie mische ich Aquarellfarben?

Eine Eigenschaft von Aquarellfarben ist die geringe Deckkraft. Daher müssen Sie beachten das man sie aufträgt wie man sie mischt. Man mischt die Farben von Hell nach Dunkel und trägt diese dann auch so auf.

Welche Aquarellfarben eignen sich für Anfänger?

Am besten ist es erstmal, wenn Sie sich mit den Aquarellfarben bekannt machen. Da Sie wahrscheinlich erstmal klein anfangen wollen, würde sich Aquarellfarbe aus Tuben erstmal nicht unbedingt für Sie eignen. Diese sind in ihrer Anwendung ja eher für größere Flächen geeignet. Ein Aquarell Farbkasten als auch Aquarellstifte eignen sich daher optimal für Anfänger. Die Farbauswahl als auch die leichte Anwendung sowie gegebene Experimentierfreiheit sind hierbei wichtige Punkte.

Was braucht man alles für die Aquarellmalerei?

Bei der Aquarellmalerei reicht allein die Farbe nicht aus. Sie brauchen ein paar dinge um universell malen zu können. Dazu gehört Aquarellpapier, Aquarell Pinsel und Zubehör. Zu dem Zubehör gehören beispielsweise eine Mischpalette, Bleistift, Radiergummi und Wasserglas.

Was sind granulierende Aquarellfarben?

Das granulieren von Aquarellfarben ist auf die Eigenschaft von manchen Pigmenten zurückzuführen. Nachdem die Farbe aufgetragen wurde fügen sich bei der Granulierung die Farbpigmente der Farbe zu kleinen Grüppchen zusammen. Dies führt zu einem besonderen Effekt.

Wie werden Aquarellfarben hergestellt?

Bei der Herstellung von Aquarellfarben kommen verschiedene Bestandteile zum Einsatz. Jede Aquarellfarbe besteht aus wasserlöslichen Bindemitteln wie beispielsweise Gummi arabicum, feinen Pigmenten und Feuchthalte- als auch Netzmitteln.

Wie viele Aquarellfarben braucht man?

Diese Frage hängt ganz davon ab was Ihr Ziel mit den Farben ist. Die meisten Künstler sagen, dass sie mit 6 bis maximal 9 Aquarellfarben für ein Bild auskommen.

Was sind gute Aquarellfarben?

Die Güte der Aquarellfarben wird meist mit den Begriffen wie Studien- oder Künstlerqualität umschrieben. Hochqualitative Farben mit Studienqualität weisen beispielsweise eine hohe Pigment dichte als auch eine brillante Lichtechtheit auf.

Wie reinigt man am besten Pinsel von Aquarellfarben?

Nachdem Sie Pinsel zum Auftragen von Aquarellfarbe benutzt haben gibt es eine leichte Methode diese zu reinigen. Dabei müssen Sie den Pinsel einfach nur unter fließendes Wasser halten und mit den Fingern die Farbpigmente aus den Borsten reiben. Wenn Sie die Elastizität der Pinselborsten erhalten wollen, können Sie zusätzlich Künstlerseife benutzen.

Alternativen zu Aquarellfarben

Eine Alternative zu Aquarellfarben ist Tusche. Tusche eignet sich sehr gut für die zusätzliche Verwendung bei Aquarellen. Der große Vorteil von Tusche ist, das sie nicht wasserlöslich ist. Klare Linien auf einem Aquarell sind mit ihr also möglich. In Kombination können beispielsweise Außenlinien mit Tusche gemalt werden, um dann die Innenflächen mit Aquarellfarbe auszufüllen.

Weitere Alternativen zu Aquarellfarben sind Öl- und Acryl-Farben. Diese weit verbreiteten Farben sind in dem thematischen Kosmos des Malens sehr etabliert. Sie kommen in der Regel in Tuben und haben im Vergleich zu Aquarellfarben unterschiedliche Eigenschaften bezogen auf die Maltechniken etc.

Weiterführende Links und Quellen

https://www.easy-aquarell.de/was-ist-aquarell.htm

https://malen-lernen.org/aquarell-malen-anleitung-aquarellmalerei/

https://aquarellfarben.net/aquarellfarben/aquarellfarben-vergleich-naepfchen/

http://www.kunst-und-farbe.de/aquarellmalerei/aquarellfarben/#:~:text=Aquarellfarben%20lassen%20sich%20untereinander%20sehr,Beschränkung%20auf%20einige%20wenige%20Farbtöne

https://www.schmincke.de/informationen/wussten-sie-schon/deckvermoegen-von-kuenstlerfarben.html

https://www.rosyandgrey.de/aquarell-material-fuer-anfaenger-das-brauchst-du-wirklich/

https://frankkoebsch.wordpress.com/2014/03/12/%EF%BB%BFwie-viele-aquarellfarben-braucht-man/

https://staffeleien-shop.de/artina-magazin/pinsel-reinigen-so-pflegt-ihr-eure-pinsel-richtig/

https://www.farbtunnel.de/tusche/#:~:text=Tusche%20als%20Mal%2D%20und%20Zeichenfarbe%20%2D%20Die%20Alternative%20zu%20Aquarell

https://happypainting.club/ratgeber-aquarellfarben/

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