Last updated: 31. March 2021

Holzkohle gart im Sommer Köstlichkeiten auf Ihrem Grill und sorgt dabei für eine besondere Atmosphäre. Die Wahl der richtigen Holzkohle ist dabei jedoch entscheidet für Ihre Zeitplanung und die Qualität des Essens. Damit beim nächsten Gartenfest also alles für Sie klappt, haben wir uns Test und Vergleich hier näher angesehen.

Was ist Holzkohle und wie wird sie verwendet?

Holzkohle wird aus Holz hergestellt und brennt länger und mit geringerer Flamme als normales Holz. Daher ist sie besonders geeignet, um lange gleichmäßig hohe Temperaturen zu erzeugen.

Holzkohle wird heute in der Industrie wie im privaten Bedarf benutzt, so findet sie in vielen verschiedenen Produkten im Gartenbau oder in der Schönheitsindustrie Verwendung. Am prominentesten bleibt aber wohl der Gebrauch von Holzkohle als Grillkohle, den wir hier genauer beleuchten.

Welche Arten von Holzkohle gibt es?

Bei der Wahl der richtigen Holzkohle gilt es vor allem zwischen zwei Arten zu unterscheiden:

  • Holzkohlestücken
  • Holzkohle-Briketts.

Was die größten Unterschiede sind erfahren Sie im Folgenden.

Klassische Holzkohle

Holzkohle wird aus Holz hergestellt, das unter sauerstoffarmen Bedingungen verkohlt wurde. Besonders häufig findet man dabei Holzkohle aus aus Holz von Laubbäumen.

Da es sich um ein naturbelassenes Produkt handelt, gibt es allein große Unterschiede in der Form der einzelnen Stücke innerhalb einer Packung. Genauso treten auf dem gesamten Markt große Qualitätsunterschiede zwischen den einzelnen Produkten auf.

In der Regel produziert klassische Holzkohle als Brennstoff jedoch in kurzer Zeit große Mengen Hitze. So gart sie beim Grillen besonders schnell.

Je nach Gericht bieten sich klassische Holzkohle oder Holzkohle-Briketts an. (Bildquelle: RitaE / Pixabay)

Holzkohle-Briketts

Bei Holzkohle-Briketts handelt es sich um mit Bindemittel in Form gepresste Holzstückchen und Kohlestaub. So hat jedes Brikett gegenüber der klassischen Holzkohle eine Einheitsgröße und enthält Zusatzstoffe.

Briketts haben den Vorteil, dass sie länger ausreichend glühen als herkömmliche Holzkohlestücke. Damit eignen sie sich auch für mehrstündiges Grillen. Dafür brauchen sie im Allgemeinen aber auch länger, bis sie die dazu nötige Temperatur erreichen, die immer noch geringer ausfällt als bei klassischer Holzkohle. Auch hier gibt es Qualitätsunterschiede. Hinzu kommt hier die Gefahr auf hinzugefügte Fremdstoffe.

Kaufkriterien im Holzkohle Test 2021

Im Folgenden erfahren Sie die wichtigsten Kaufkriterien für unseren Holzkohletest. Die hier aufgeführten Kriterien erleichtern Ihnen einen Vergleich verschiedener Produkte, sodass Sie die für Sie passende Holzkohle mit Leichtigkeit finden können.

Stückelung

Achten Sie auf die Größe der einzelnen Stücke. Große Holzkohlestücke, von circa 5–10 cm Länge, brennen besonders lange und heiß, das ist ein Qualitätsmerkmal. Außerdem sollten Sie sichergehen, dass die Stücke in etwa gleich groß sind. Dies hilft, die Hitze gleichmäßig zu verteilen.

Um sich einen Überblick zu verschaffen, achten Sie hierbei Angeboten auf die Angabe der Körnung. Sollten Sie die Holzkohle im Geschäft kaufen, können Sie durch die Verpackung die Größe der Stücke grob erfühlen und so die Qualität einschätzen.

Holzart

Die Holzart hat Einfluss auf die Brenneigenschaften der Holzkohle. Oftmals werden Mischungen verkauft, die aus verschiedenen Hölzern bestehen, aber auch reine Birkenholzkohle oder sogar Kohle aus Tropenholz wird angeboten. Manche Leute bevorzugen eine bestimmte Holzart wegen des jeweiligen Aromas.

Holzkohle ohne entsprechendes Zertifikat weist oft Tropenholz auf, das aus der Rodung des Regenwalds stammt. (Bildquelle: Tom Fisk / Pexels)

Nachhaltigkeit

Neben den praktischen Faktoren der Holzkohle sollten Sie auch auf deren Nachhaltigkeit achten. Viele Produkte bestehen aus Tropenholz und oftmals kann dessen Ursprung nicht klar ermittelt werden. Daher ist oft nicht klar, ob das Holz nicht aus Rodungen von Regenwald stammt.

Einigen Anbieter bieten FSC-zertifizierte Holzkohle an. Dieses Siegel verspricht Nachhaltigkeit im Umgang mit dem Wald, aus dem das ursprüngliche Holz stammt. Auch das PEFC-Zertifikat zeigt Ihnen die Nachhaltigkeit des Holzes an. Der Rohstoff wurde legal geschlagen und der Wald wieder aufgeforstet.

Außerdem können Sie darauf achten, nur Holzkohle zu wählen, die sicher aus heimischen Wäldern stammt. Hierbei handelt es sich in der Regel um Bäume, die ohnehin zur Instandhaltung der Wälder gefällt wurden.

FAQ

In diesem Abschnitt beantworten wir Ihnen die wichtigsten Fragen rund um das Thema Holzkohle. Außerdem lernen Sie den korrekten Umgang mit Holzkohle besser kennen.

Wie wird mit Holzkohle gegrillt?

Gegrillt wird nicht auf hohen Flammen, sondern auf der Glut. Um die perfekte Glut zu erreichen, sollten Sie genügend Zeit einplanen. Zunächst sollte nur wenig Kohle verwendet werden, bis eine Grundhitze erreicht ist.

Die Kohle wird mittels eines Anzünders angesteckt. Für welche Art Sie sich entscheiden ist Geschmackssache. Von chemischen Flüssiganzündern sollten Sie aus Sicherheitsgründen aber eher absehen. Auch Zeitung bietet sich nicht an, da hier Papierasche aufwirbelt und sich rund um den Grill absetzt, auch auf dem Grillgut.

Es ist wichtig, dass beim Anbrennen genug Luft an die Kohlen kommt. Sauerstoff kann daher durch vorsichtiges Pusten, einem Fächer aus Karton oder einem Blasebalg zugeführt werden.

Wenn die Holzkohle zuverlässig brennt, können Sie weitere Stücke hinzugeben. Diese verteilen Sie ebenmäßig unter die bereits glimmenden. Das erste Grillgut können Sie im Zweifelsfall auflegen, sobald sich rings eine weiße Schicht Asche gebildet hat.

Welche ist die beste Holzkohle?

Zunächst sollten Sie sich fragen, wie lange sie Grillen werden. Briketts bieten sich für lange Grillabende an, da sie die Hitze besonders lange halten. Dann sollten Sie aber auch in der Vorbereitung genug Zeit mitbringen, da Briketts länger benötigen, bis die Glut heiß genug ist.

Klassische Holzkohlestücke sind hingegen relativ schnell auf der gewünschten Temperatur, weshalb sie sich gut für kurzfristiges Grillen eignet aber auch für Gerichte, die eine hohe Hitze erfordern wie etwa Steaks.

Je nachdem, was Sie vorhaben, bietet sich also eine von beiden Varianten an. Alternativ können Sie auch klassische Holzkohle mit Briketts mischen. Auf diese Weise können Sie die jeweiligen Vorteile beider Varianten nutzen.

Welche Holzkohle ist für welchen Grill geeignet?

Manche Marken verkaufen auf ihren Grill eigens abgestimmte Holzkohle, in der Regel kann jede Holzkohle aber für jeden Holzkohlegrill verwendet werden, egal, welche Form dieser hat.

Worauf wird bei Test und Vergleich besonderer Wert gelegt?

Ein gutes Brennverhalten der Kohle ist maßgeblich für deren Qualität. Sie sollte möglichst heiß und lange brennen, wobei die Hitze schnell erreicht und gleichmäßig gehalten wird. Zudem sollte gute Kohle wenig Rauch oder Funkenflug entwickeln.

Neben der Größe der Stücke sind feine Poren für das Brennverhalten der Holzkohle entscheidend, da eine hohe Dichte ruhiges Brennen ermöglicht. Zudem sollte gute Holzkohle einen möglichst geringen Feinanteil besitzen, da der nicht verwendet werden kann. Ein hoher Kohlenstoffgehalt bewirkt eine geringe Rauchentwicklung.

Neben diesen Eigenschaften sollten Sie auf die Nachvollziehbarkeit der Angebote achten. Klare Angaben sind vagen Formulierungen vorzuziehen. Das gilt auch in puncto Nachhaltigkeit. Hier sollten Sie auf konkrete Zertifikate achten.

Wie sollte Holzkohle lagern?

Für die Lagerung von Holzkohle ist es wichtig, dass Sie einen trockenen Platz wie etwa einen Keller finden. Da Holzkohle und Briketts kein Mindest-Haltbarkeitsdatum besitzen, lassen sie sich bei trockener Lagerung lange verwenden.

Wenn Holzkohle jedoch feucht wird, kommt es beim Grillen zu einer starken Rauchentwicklung. Um dem entgegenzuwirken, können Sie nass gewordene Holzkohle einfach wieder trocknen. Dazu genügt es, sie in der Sonne auszubreiten. Dieser Trick funktioniert jedoch nicht mit Briketts, da sie sich unter Feuchtigkeit auflösen. Sie sind dann nicht mehr zu gebrauchen.

Wie wird die Asche entsorgt?

Bevor Sie die Asche entsorgen, sollten Sie unbedingt warten, bis diese vollständig abgekühlt ist. Das kann sogar mehrere Tage dauern, da manchmal noch Glutnester in der Asche sind. So lange sollten die Reste in einem feuerfesten Behälter aufbewahrt werden.

Danach bietet es sich an, vor dem Entsorgen noch größere Holzkohlestücke auszusortieren, da Sie diese beim nächsten Grillen problemlos wiederverwenden können. Anschließend kann die übrige abgekühlte Asche gefahrlos im Restmüll entsorgt werden.

Kann man Holzkohle selbst herstellen?

Holzkohle können Sie prinzipiell selbst herstellen. Anleitungen für die „Lagerfeuer-Methode“ oder die „2-Tonnen-Methode“ können sie dabei auf dem eigenen Grundstück umsetzen.

Sie sollten dabei unbedingt die Sicherheitsmaßnahmen beachten und legale Erkundigungen im Vorfeld einholen. Auch wenn dies eine preisgünstige Alternative zu sein scheint, bedenken Sie, dass die Qualität des Ergebnisses nicht gewährleistet ist.

Wie kann Holzkohle noch verwendet werden?

Grillkohle sollte nicht ohne weiteres als Dünger eingesetzt werden. Häufig wird empfohlen, übriggebliebene Asche als Dünger zu verwenden. Das verwendete Holz ist aber oftmals behandelt und kann mit Schwermetallen belastet sein. Das würde die Pflanze schädigen.

Alternativen zu Holzkohle

Obwohl Holzkohle die verbreitetste und beliebteste Option beim Grillen darstellt, gibt es eine wachsende Anzahl an Alternativen. Dabei sind zunächst Gas- und Elektrogrills zu nennen. Beiden sind jedoch generell eigene Grillmodelle und nicht mit dem Holzkohlegrill kompatibel. Wenn Sie sich also nicht gleich einen neuen Grill zulegen möchten, ziehen Sie andere Brennstoffe in Erwägung:

  • Kokosnusskohle: Diese wird aus überschüssigen Kokosnussschalen hergestellt, die bei Herstellung anderer Kokosnussprodukte anfallen. Auf diese Weise werden nicht nur Abfälle verwertet, es entsteht auch ein Nebenprodukt, für das kein Baum gerodet wurde. Kokosnusskohle brennt besonders lange und bei geringem Rauch.
  • Bambuskohle: Sie besteht aus Bambus und verbrennt ohne viel Rauch oder Funken. Zudem zeichnet sie sich durch eine lange Brenndauer aus. An der Handhabung ändert sich bei beiden Varianten im Vergleich zu herkömmlicher Holzkohle nichts.
  • Holz:  Da es brennt, anstatt zu glühen, muss viel davon für eine gute Glut verwendet werden.  Dies dauert länger als bei Holzkohle und darf wegen der Hitze nicht im Grill passieren. Sie sollten sich dementsprechend auf ein anderes Erlebnis als mit Holzkohle einstellen.

Wenn Sie alles noch einmal genauer nachlesen möchten, haben wir hier einige Links für Sie.

Weiterführende Links und Quellen

Why you can trust me?

Reviews